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L LernHive.
Partnergespräch

Interne Strategie · lebendes Dokument

Wo LernHive steht — und wohin es geht.

Diese Seite fasst Vision, Prinzipien, Architektur und Preismodell in einer technisch-strategischen Lesart zusammen. Sie ist bewusst nüchterner als die Landingpage und dient der internen Abstimmung sowie Partner-Briefings.

Vision

LernHive ist eine eigenständige, modular erweiterbare Lernplattform — klarer, leichter bedienbar und experience-orientiert. UX und Design sind klar von der Business-Logik getrennt; Bausteine statt Sonderlocken. Als Fundament nutzt LernHive die Moodle-5.x-Plattform, ohne sie zu forken — siehe Abschnitt Technologie unten.

Positionierung

LernHive ist eine eigenständige Lernplattform mit geführter UX, Flavours für typische Einsatzszenarien und einer optionalen LXP-Erfahrung. Level-System und Explore-Feed formen die Produkt-Identität — das darunterliegende Open-Source-Fundament bleibt technisch kompatibel, aber konzeptionell im Hintergrund.

Sieben Kernprinzipien

1 · Clean Foundation Die darunterliegende Open-Source-Plattform bleibt unverändert. Alle Erweiterungen laufen über offizielle Erweiterungs-Schnittstellen — kein Fork.
2 · Function & Design getrennt Business-Logik in den funktionalen Bausteinen, Visuelles im Theme. Keine Vermischung.
3 · English first Englisch ist kanonisch, Übersetzungen folgen den Konventionen der darunterliegenden Plattform.
4 · Bewährtes wiederverwenden Vorhandene Rollen, Capabilities, Strings und Konzepte werden wiederverwendet, nicht ersetzt.
5 · Simple UX first Klarheit schlägt Feature-Vollständigkeit. Geführte Flows vor Experten-Overload.
6 · Flavours = Empfehlungen Startkonfigurationen, keine hartkodierten Modi. Alles bleibt anpassbar, Overrides sind nachvollziehbar.
7 · Release 1 diszipliniert Scope-Disziplin: R2-Ideen dürfen nicht still in R1 wandern. Sichtbare Doku-Änderungen bei Scope-Shifts.

Fünf Produktschichten

So ist LernHive sauber geschnitten. Jede Schicht hat ihre eigene Verantwortung und darf nur nach oben abhängen.

Schicht Verantwortung
1 · Open-Source-FundamentKurse, Aktivitäten, Gruppen, Enrolment, Rollen, Reporting, Messaging, Kompetenzen, Sprachsystem — aus der zugrundeliegenden Moodle-5.x-Plattform.
2 · LernHive-Bausteine (funktional)Orchestrierung, Guidance, produkt-spezifische Logik: Flavours, Levels, Launcher, ContentHub, Explore, Audience, Reporting, Digest.
3 · LernHive Theme & UX-KomponentenVisuelle Identität, Layout-Shells, Context Dock, Launcher-UI, Sidebar.
4 · Flavour- & Configuration-LayerEmpfohlene Startkonfigurationen (School, LXP, später weitere), Override-Verlauf, Partner-Dokumentation.
5 · SaaS- & Partner-LayerBetrieb, Managed Service, Partner-Sales, flavour-basiertes Consulting.

Architektur-Kontrakt: ADR-P03

Die geteilten UI-Klassen für die Baustein-Oberflächen (.lh-plugin-*, .lh-btn-*, .lh-icon-*) und der plugin_shell_header-Partial liegen zentral in local_lernhive. So rendern alle LernHive-Bausteine unter jedem kompatiblen Theme strukturell korrekt — branded, wenn theme_lernhive aktiv ist, neutral unter Boost / Boost Union / Partner-Themes.

Flavours — Produkt-Startpunkte

Flavour Priorität Kernaussage
SchoolR1Klassischer Kurs-Einstieg, vertraute Struktur, geführte UX.
LXPR1Explore statt Dashboard, Snacks, Communities, Follow/Bookmark, Digest.
Higher EducationspäterAkademische Zielgruppen, Kursstruktur, Prüfungs-UX.
Corporate AcademyspäterWeiterbildung, Pflicht-/Empfehlungs-Content, Reporting.
Association / MembershipspäterVerbände, Mitgliederbindung, Community-Inhalte.
Regel

Flavour-spezifische Wording-Änderungen bleiben minimal. Kern-Terminologie — Explore, Audience, Follow, Bookmark, ContentHub, Snack, Community, Launcher — bleibt stabil über alle Flavours.

Roadmap

R1

Disziplinierter Kernumfang

  • Core-UX + Theme
  • Level-System + Feature Registry
  • Launcher + ContentHub + Copy + Library
  • Onboarding (Level-1 Pack live)
  • School-Flavour
  • LXP-Flavour mit Explore, Follow, Digest
  • Basis-Audience-Regeln
  • 3-Tile-Reporting-Dashboard
  • Orgchart (produktiv)
  • Learning Pathways + Certify (produktiv)
R2

Verfeinerung & Tiefe

  • Stärkere Personalisierung
  • Empfehlungs-Logik
  • Audience Circle-UX (visueller Rule-Builder)
  • Content-Versionierung & Library-Lifecycle (Update-Vergleich, Importhistorie)
  • Erweitertes Reporting (Custom-Dimensionen, Inactive-Users-Tile)
  • Skills & Learning Plans (UX-Layer)
  • Snack- und Community-Kursformate
  • Multitenancy-Härtung (Mandanten-Isolations-Patterns)
  • Higher-Ed- & Corporate-Academy-Flavours
Später

Offene Richtungen

  • Higher-Ed-, Corporate-, Association-Flavours
  • Native Mobile-App
  • AI-gestützte Content-Erstellung
  • Third-Party-Theme-Integration

Preismodell

Prinzip

Die Preis-Architektur steht: aktive Nutzer/innen als einzige Berechnungsgrundlage, SaaS-only, Betrieb in Deutschland, DSGVO- und ISO-27001-konform. Die konkreten Zahlen pro Tier werden nachgeschärft, sobald R1 produktiv läuft.

Geschäftsmodell (fix)

  • SaaS-only. Managed-Betrieb auf deutschen Servern. Keine Self-Hosted-Variante. So bleiben Sicherheit, Updates und Datenschutzzusagen für alle Kunden einheitlich.
  • Aktive Nutzer/innen als Berechnungsgrundlage. Abgerechnet wird pro Person, die sich innerhalb eines Kalendermonats mindestens einmal anmeldet. Angelegte, aber inaktive Accounts zählen nicht.
  • Partner-enabled. Sales und Einführung laufen über ein Partnermodell. Für Partner existiert ein eigenes Tier mit Wholesale-Konditionen.
  • Managed Service mit dokumentierter Konfiguration. Die Konfigurations-History macht jede Änderung auditierbar und ist Grundlage für Managed-Service-Verträge.

Zusagen, die in jedem Tier gelten

Zusage Inhalt
DE-HostingAusschließlich deutsche Serverstandorte. Keine Datenverarbeitung außerhalb der EU. AVV nach Art. 28 DSGVO wird bereitgestellt.
DSGVO by DesignDatenminimierung, Rollen- und Rechtesystem, dokumentierte Löschfristen, Privacy-API-basierte Datenauskünfte, Exporte und Löschungen.
ISO 27001Betrieb in ISO-27001-zertifizierten Rechenzentren. Change/Incident/Backup/Zugriff folgen einem ISMS. Auditberichte und TOMs auf Anfrage.
Updates & BackupsPlattform-Updates, Baustein-Updates, Sicherheits-Patches, tägliche Backups. Kein separater Wartungsvertrag.
Portable InhalteBei Vertragsende vollständige Datenexporte in offenen Standard-Backup-Formaten. Keine Lock-in-Strafe.

Preisdimensionen

  1. Aktive Nutzer/innen pro Monat — primäre Skalengröße, Tier-bestimmend
  2. Gebuchte Flavours (School, LXP, später weitere) — Freischaltung innerhalb des Tiers
  3. Add-ons (Seminarmanagement, Orgchart, spätere Skills/Reporting) — pauschal pro Instanz; Enterprise-Tier enthält sie
  4. Supportstufe (Standard, Priority, Partner-Managed) — Tier-gebunden

Tier-Gerüst

Starter bis 250 aktive / Monat
  • Einzelne Schulen, kleine Teams
  • Eine Flavour (School oder LXP)
  • Standard-Support
  • Backups & Updates inkl.
Professional 250 – 2.500 aktive / Monat
  • Mittlere Organisationen
  • Beide Flavours (School + LXP)
  • Erweitertes Onboarding
  • Priority-Support
Enterprise ab 2.500 aktive / Monat
  • Konzerne, Verbünde, Hochschulen
  • Alle Flavours & Add-ons
  • Orgchart + Seminarverwaltung inkl.
  • SLA, dedizierte Instanz, SSO
Partner-Managed Partnermodell
  • Partner, die mehrere Kunden betreuen
  • Wholesale-Konditionen
  • Configuration-Tracking + Training
  • Gemeinsame Betreuung im Mandanten

Die Kundenansicht — mit Berechnungsgrundlage, Trust-Zusagen und FAQ — lebt auf einer eigenen Seite:

→ Preisseite öffnen

Offene Fragen zum Preismodell

  • Konkrete Listenpreise pro Tier — werden erst publiziert, wenn R1 produktiv läuft und Nutzungskurven vorliegen.
  • Fair-Use-Grenzen bei Speicher und Traffic: qualitative Formulierung oder konkrete GB-Schwellen?
  • Überschreitungs-Nachverrechnung: pauschal pro 100 zusätzliche aktive Nutzer/innen, oder linear pro Kopf?
  • Partner-Marge-Modell: Wholesale-Rabatt fix oder gestaffelt nach Mandantenvolumen?
  • Add-on-Preise jenseits des Enterprise-Bands: pauschal pro Instanz, oder mit eigener Nutzer-Staffel?

Leitplanken

Für die tägliche Arbeit am Produkt.

  • Dokumentationshierarchie beachten. Produkt-Entscheidungen in product/, plugin-lokale Entscheidungen in public///docs/, visuelle Entscheidungen in theme_lernhive.
  • Terminologie stabil halten. Kernbegriffe dürfen nicht flavourspezifisch umbenannt werden.
  • Strings wiederverwenden. Bestehende Plattform-Strings zuerst, neue Strings nur mit Begründung.
  • DevFlow-Konsistenz. Ändert sich ein Feature, müssen alle sechs DevFlow-Dateien des Plugins auf Linie bleiben.
  • Scope-Disziplin. R1-Ziele werden nicht unbemerkt durch R2-Ideen erweitert.